Andere Texte

Das Ulysses-Daumenkino

nach dem Roman von James Joyce

Der komplexe Roman des irischen Schriftstellers James Joyce ist zugegebenermaßen lang und nicht unbedingt das, was man einen Page-Turner nennt.

Mit diesem Daumenkino jedoch fällt dem Leser nicht nur das Blättern der Seiten sehr viel leichter, er gewinnt auch Einblicke in die Vielfältigkeit des Ulysses und den Witz, der in ihm steckt. Zwar hat man das Buch nach der Daumenkinovorführung nicht gelesen, aber zumindest durchgekriegt, das schon.

Die Joyce-Expertin Katharina Hagena hat den Roman dramaturgisch aufbereitet, und die Illustratorin Stefanie Clemen hat jedes einzelne Bild der achtzehn Bände (jeweils ein Daumenkino-Band stellvertretend für ein Romankapitel) durchgezeichnet. Für den neunzehnten Zusatzband hat Hagena einen Essay über die Bedeutung des Daumens und des Kinos bei Joyce verfasst (zum Essay in deutscher und englischer Sprache).

Die Übersetzung des Ulysses in ein Daumenkino ist aus vielerlei Hinsicht zwingend: Es gehört zu den weniger bekannten Tatsachen über James Joyce, dass er der erste Kinobetreiber Irlands war. Sein Werk, und ganz besonders Ulysses, ist geprägt von kinematografischen Effekten und Techniken, die immer noch zur Modernität und Aktualität dieses Buches von 1922 beitragen. Stefanie Clemen setzt die Zooms, Montagen und kühnen Schnitte der literarischen Vorlage anschaulich und souverän um.

Hagena und Clemen suchen nun nach verwegenen Verleger*innen und kühnen Mäzen*innen, die sie bei der Veröffentlichung ihres Werks unterstützen möchten.

Der Film liinks zeigt das zwölfte Kapitel, die sogenannte Zyklopen-Episode: Hier wirft ein wütender nationalistischer Pubbesucher am Ende des Kapitels eine Keksdose nach dem jüdischen Protagonisten Leopold Bloom - und verfehlt ihn knapp. Der Held entkommt.

Erzählungen

  • Vitellia. Dramatischer Monolog, geschrieben für die konzertante Aufführung von Mozarts La Clemenza di Tito am 4.7.2009 (KulturGut Holzhausen e.V.).
  • Von Muscheln und Perlmüttern, Vorlesegeschichte, erschienen in: Nido, 5-2010, S.148-152.

Veröffentlichungen in Anthologien

Erinnern - Vergessen - Erfinden

Essay
veröffentlicht in

"Schreibtisch mit Aussicht. Schriftstellerinnen über ihr Schreiben"

Verlag Kein & Aber
herausgegeben von Ilka Piepgras
Mai 2020
ISBN: 978-3-0369-5826-2

Frauenperspektiven in Karlsruhe
Herausgegeben von Christiane Möschle, Fotos von Katja Sievers
Panima Verlag, Karlsruhe
1. Auflage 2019
ISBN 978-3-9820126-1-2

Vierundzwandzig Frauen aus Karlsruhe, die durch ihr Wirken das kulturelle Leben dieser Stadt prägen und deren Werk durch diese Stadt geprägt wird, berichten jeweils über den einen Ort, der ihnen hier am meisten bedeutet. Durch den persönlichen Blick dieser Karlsruherinnen aus Kunst, Kultur und Wissenschaft öffnen sich nicht nur den Besuchern, sondern auch den Bewohnern ganz neue Perspektiven auf diese Stadt.  

Die Herausgeberin Christiane Möschle hat alle Geschichten gesammelt, Interviews geführt, Portraits und Zusatztexte eingefügt. Inspiriert vom Blick der Karlsruher Frauen, hat die Fotografin Katja Sievers die Einzigartigkeit der beschriebenen Orte eingefangen.

Katharina Hagena schreibt darin über die Linkenheimer Allee, einer Fahrradstraße, die von ihrem Heimatdorf aus schnurgerade auf das Karlsruher Schloss zuläuft.

Bestellen beim Panima Verlag

  • Grammatik und Waschbeton, in: Festschrift. 50 Jahre Gymnasium Neureut, 2019.
  • Die Schwestern auf dem Apfelbaum, in: Apfel. Eine kulinarische Anthologie, Stuttgart: Reclam, 2016.
  • Sie schmeckte nach Boskop, in: Lust aufs Land. Ein Lesebuch, München: dtv, 2015.
  • Schwimmen ist Fliegen für Anfänger, in: Auf einem Badesteg. Schriftstellerinnen am See, hg. von Irene Ferchl, Berlin: Aviva, 2009.
  • So nett ist das Glück, in: Geschichtenkoffer für Glückskinder, hg. von Christine Knödler, Köln: Boje, 2007.

Aufsätze

  • Nachwort in: Ikarus - Texte vom Fallen, hg. von Katharina Hagena und Hansgeorg Schmidt-Bergmann, Karlsruhe, Lindemanns BIbliothek, 2017.
  • Cross and Disappointed: Views On a Bridge, in: Parallaxing Joyce, hg. von Penelope Paparunas / Frances Illmberger / Martin Heusser, Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag, 2017.
  • Nachwort zu Jane Austen: Lady Susan und andere Erzählungen. Manesse, 2011.
  • Es atmen deine Seile Nordatlantik-Stille - Die Brooklyn Bridge in der Dichtung, in: Mühlhäuser Beiträge, Bd. 30, 2007.
  • Towers of Babble and of Silence, in: Joyce on the Threshold, hg.von Anne Fogarty und Timothy Martin, Gainesville: UP Florida, 2005.
  • Stimme und Schrift in James Macphersons Poems of Ossian und deren Echo in James Joyce' Finnegans Wake, in: Anglia. Zeitschrift für englische Philologie, 118/3, hg. von Hans Sauer et al., Tübingen: Max Niemeyer Verlag, 2000.
  • Der Turmbau zu Pharos, in: Zettelkasten. Aufsätze und Arbeiten zum Werk Arno Schmidts. Jahrbuch der Tagung der Arno-Schmidt-Leser 1999, hg. von Friedhelm Rathjen, Wiesenbach: Bangert & Metzler, 1999.
  • Phantastische Räume in Pamela L. Travers’ Mary Poppins, in: Inklings. Jahrbuch für Literatur und Ästhetik, Bd. 17, hg. von Dieter Petzold, Moers: Brendow-Verlag, 1999.
  • Von Dunkel zu Dunkel übersetzen: Wege und Umwege durch ein Gedicht von Paul Celan, in: Schwellen: Germanistische Erkundungen einer Metapher, hg.von Nicholas Saul, Daniel Steuer et al., Würzburg: Königshausen & Neumann, 1999.

Songtexte

aus dem Album „Tor zur Welt“ von Tino Horat, September 2019.

Vorträge

  • Jonathan Safran Foer's novel Here I Am: A Joycean Parody and a Parody of Joyce" 26th Int. Joyce Symposium, Antwerp 2018.
  • Thumbing Through Ulysses - Introduction to the 18-volume flip book of Joyce's Ulysses by Stefanie Clemen (illustr.) and K.H., 25th Int. Joyce Symposium, London 2016.
  • A Glimpse of the (B)All from O'Connel Bridge, 24th International James Joyce Symposium, Utrecht 2014.
  • "There have been cases of shipwreck and somnambulism". Sleepwalking in Ulysses, 23 th International James Joyce Symposium, Dublin 2012.
  • Die Poesie der Schlaflosigkeit und die Notwendigkeit des Traums: Der Schlaf in der Literatur, 14. Jahrestagung der Norddeutschen Vereinigung für Schlafmedizin, Hamburg 2012.
  • Aquacities of Thought and Language, 22nd International James Joyce Symposium, Prag 2010.
  • Will E-Books Change Our Lives? An Author's Statement, Goethe Institut, London 2008.
  • Meerdurchrauschte Blätter, Literaturhaus Hamburg, 2006.
  • Cross And Disappointed: Bridges in Ulysses, 20th International James Joyce Symposium, Budapest 2006.
  • Himmelsschau und Wolkensprache: Der viktorianische Dichter Gerard Manley Hopkins, Jenisch Haus, Hamburg 2004.
  • "Girl Chums" and "Confounded Little Cats". Friendship in Ulysses, 19th International James Joyce Symposium, Dublin 2004.
  • Steamers from Mediterranean. Seafaring in Ulysses, 18th International James Joyce Symposium, Triest 2002.
  • Sea Spirals and Whirligigs. The Spiral Form in the Language of Ulysses, James Joyce Summer School, Dublin 2001.
  • Towers of Babble and of Silence. The Image of the Tower in Ulysses, 17th International Joyce Symposium, London 2000.
  • Frauentürme - Weibliche Raumkonzeptionen in der modernen englischen Literatur, Wiener Sozietät für Literaturtheorie, Wien 1999.
  • The Voice of Ossian in Finnegans Wake, 16th International James Joyce Symposium, Rom 1998.

Zeitungsartikel

Rezensionen

  • NZZ
  • Die ZEIT
  • James Joyce Quarterly (Tulsa)
  • James Joyce Broadsheet (Leeds)
  • James Joyce Literary Supplement (Miami)
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